Vertrauen

Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser 

Was bedeutet Vertrauen für uns? Hören wir irgendwo: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?“ Wo fühle ich den Unterschied zwischen Kontrolle und Vertrauen? Bitte nicht verwechseln mit der Kontrolle in Arbeitsabläufen, ich meine natürlich das Vertrauen in allen Situationen, das tiefe Urvertrauen, das man manchmal doch zu kontrollieren versucht.

Also: Wo vertrauen wir? Wer vertraut uns und wem vertrauen wir? Ver/Trauen wir uns?

Urvertrauen entwickelt, im sehr frühen Kindesalter, durch die verlässliche, durchgehaltene, liebende und sorgende Zuwendung von Dauerpflegepersonen. Es verschafft die innere emotionale Sicherheit, die später zu einem Vertrauen in seine Umgebung und zu Kontakten mit anderen Menschen überhaupt erst befähigt. Es ist die Grundlage für:
  • ·         Vertrauen auf sich selbst, Selbstwertgefühl, Liebesfähigkeit („Ich bin es wert, geliebt zu werden.“),
  • ·         Vertrauen in andere, in Partnerschaft, Gemeinschaft („Ich weiß mich verstanden und angenommen.“)
  • ·         Vertrauen in das Ganze, in die Welt („Es lohnt sich zu leben, es gibt immer eine Lösung“)
Auf dieses starke Urvertrauen, baut sich ganz nebenbei unser Selbstwert auf. Trotz guter Kinderstube, wird kaum jemand ohne Zweifel durchs Leben marschieren. Gott sei Dank, denn sie sind die Überlegungen, die uns Möglichkeiten zu neuen Entscheidungen bieten. Täglich haben wir tausend Gelegenheiten, uns im Vertrauen zu üben und uns zu lieben. Ich möchte gerne Vertrauen und Liebe miteinander verknüpfen, sie sind eng miteinander verbunden.

Können wir, unsere Fehler oder Ideen, liebevoll annehmen und etwas Gutes daraus machen? Oder möchten wir unseren Teil der Verantwortung erst gar nicht anschauen?

Verzeihen wir uns? Haben wir genug Vertrauen, um zu wissen, dass wir, aber auch alle anderen, genau so wie wir sind, 100%ig OK sind? „Wie freudvoll packen wir denn gerade diese, unsere Herausforderungen an?“
 

Jammern und innere Widerstände nähren, sind destruktive, Selbstwert verletzende Nadelstiche. Ausreden benützen, vor uns hinschieben, heisst uns selbst nicht ernst nehmen.  Alles bleibt beim Alten und bietet uns, nur vordergründig, Sicherheit.
Machen wir uns ein Geschenk besonderer Art! Vertrauens wir uns! 
Herzlich Ihre Verena Rubitschung

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