Körpersprache

Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser

Februar, Fasnacht! die 5. und schönste Jahreszeit, Konfetti, Guggemusik, Masken – klar, als Vollblut-Fasnächtlerin muss ich Sie von meiner Freude, meinem Kribbeln, spüren lassen. Meine vielen lustigen Erinnerungen der vergangenen Jahre, leben in mir mit dem ersten Ton einer Guggenmusik, wieder total auf! Natürlich kann ich meine beruflichen Gedankengänge nie mehr ganz wegschalten. Überall sehe ich Zusammenhänge und Verschlüsselungen in Systemen und Verhalten, das gehört wohl zu meinem Interesse am Menschen.

Als Masken sind wir gefordert, Charaktere sehr übertrieben darzustellen. Wir müssen uns in Rollen einfühlen und uns gut überlegen, wie wir auftreten, damit sich ein eindeutiges, klares Bild der Maske widerspiegelt. Oft verrät uns, unsere Geste und Gangart, unsere wahre Identität, oder man erkennt uns an der Stimme. - Welche Schrittart spiegelt am besten den erwünschten Charakter? Wie muss ich meinen Kopf halten und  welche Hände unterstreichen meine Absicht, wie ich wirken möchte? Passt meine Haltung zu meiner übernommenen Rolle/Maske?

Fasnacht ist eine gute Gelegenheit, auch für Sie, zum Üben! Wir zeigen mehr von uns durch unsere Körperhaltung, als uns oft lieb ist. Deshalb wäre im Alltag eine gewisse Aufmerksamkeit uns gegenüber unterstützend. Wenn wir die gewünschte Haltung einnehmen, lernt unser Körper durch diese Impulse unsere Absicht zu verinnerlichen.

Alle wünschen sich doch, leicht und locker, ja souverän aufzutreten. Doch wie sieht das aus? An was erkennt man in unseren Gesichtern, Gelassen- oder Sicherheit?

Vielleicht fühlen Sie sich in der Gruppe sicher, doch wie stehen Sie vor der Gruppe da? Wie würden Sie nun wirken, wenn sie sich jetzt plötzlich beobachten? Habe Sie genug Haltung? Welche Haltung herrscht am Arbeitsplatz? Welche Haltung haben Sie zu sich selber?

Eine gebeugte Rückenhaltung bremst Ihre Dynamik und schränkt Ihre Perspektive ein. Eine aufrechte Haltung verschafft mehr Überblick und mehr Eindrücke und macht auf andere mehr Eindruck. Innerer Rückhalt durch Mut und Selbstbewusstsein, helfen in veränderten Situationen flexibel umzugehen. Welches Schuhwerk hilft zu Stabilität? Wie viel Armfreiheit nehmen Sie sich? Erlauben Sie es sich, sich breit zu machen? So gibt es unzählige Botschaften für das Gegenüber und für sich selbst. Sie wiederspiegeln auf subtile Art Ihr innerstes Empfinden.

Doch Vorsicht bei den Zuteilungen, keine Verurteilungen! Vielleicht hat die Betrachtung und Beobachtung mehr mit uns selber zu tun, als mit der Person, die wir in eine Schachtel ordnen. Schlussendlich sind alles nur subjektive Wahrnehmungen – wir können nur wirklich über uns selbst urteilen.

In diesem Sinn wünsche ich einen fassettenreichen  Maskenball

Herzlich Ihre Verena Rubitschung

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